Nicht jede Terrasse ist ein Rechteck auf ebenem Boden. Hangterrassen, L-förmige Flächen, schräge Wandanschlüsse, ungewöhnliche Breiten oder Tiefen — das sind keine Ausnahmen, sondern häufige Realitäten. In solchen Situationen ist ein Standardprodukt vom Katalog keine Option. Wir erklären, was Sonderanfertigungen ausmacht und wann sie nötig sind.
Was ist eine „Standardgröße” — und wann reicht sie?
KD-Produkte werden in Modulgrößen mit definierten Variationsbreiten gefertigt. Typische Standardbreiten liegen bei 300, 350, 400, 450, 500, 600 cm. Tiefen variieren von 150 bis 400 cm.
Eine Überdachung gilt als „Standard”, wenn:
- Breite und Tiefe in den Rastergrößen des Systems liegen
- Die Geländeneigung < 5 % beträgt (nahezu eben)
- Beide Wandanschlüsse (wenn wandmontiert) auf gleicher Höhe liegen
- Keine ungewöhnlichen Hindernisse die Konstruktion beeinflussen
Liegt Ihre Situation in diesen Grenzen: kein Problem, Standardkonfiguration.
Wann wird eine Sonderanfertigung nötig?
Sondermaß bei Breite oder Tiefe: Wenn Ihre Terrasse z. B. 7,2 m breit oder 5,5 m tief ist, sprengt das die Standardraster. Zwei Optionen:
- Die Überdachung wird durch Kombination zweier Standardmodule zusammengestellt (Verbund-Konstruktion mit Mittelpfosten)
- Einzelne Profile werden auf das exakte Maß konfektioniert — Sonderanfertigung
Option 2 ist teurer, aber optisch besser, wenn kein Mittelpfosten stören soll.
Schräger Wandanschluss: Wenn die Hauswand nicht senkrecht zur Terrassenrichtung steht — z. B. bei einer Terrasse, die schräg ans Haus angebaut ist — müssen die Wandprofile und Anschlussbleche individuell angefertigt werden. Das erfordert genaues Aufmaß und CAD-spezifische Fertigung.
Hanglage — das komplexeste Szenario:
Eine Hangterrasse hat Höhenunterschiede auf der Fläche. Das bedeutet:
- Pfosten haben unterschiedliche Längen (teils erheblich — bis zu 3 m Differenz)
- Fundamente müssen in verschiedenen Bodentiefen und -qualitäten verankert werden
- Die Statik ist komplexer: ungleiche Lastverteilung, unterschiedliche Hebel
- Wasserfal-Entwässerung muss so geplant werden, dass kein Wasser an der Hangseite staut
Bei Hanglagen empfehlen wir immer einen Aufmaß-Termin vor jeder Preisaussage. Fotos reichen für ein seriöses Angebot nicht.
Asymmetrische Formen: L-förmige Terrassen, Aussparungen für Bäume oder Lichtschächte, Trapezformen — alle erfordern individuelle Konstruktion. KD-Profile können entsprechend konfektioniert werden.
Was kostet eine Sonderanfertigung?
Als Faustregel: Sondermaße und -konstruktionen kosten 15–35 % mehr als vergleichbare Standardprodukte. Der Aufpreis entsteht durch:
- Längere Planungszeit (mehr CAD-Aufwand)
- Spezielle Profilzuschnitte (kleinere Fertigungslose, höherer Einzel-Aufwand)
- Aufwendigere Montage bei Hanglage (Gerüst, Nivellierung, längere Pfosten)
Ein Beispiel: Eine freistehende Standardüberdachung 4×4 m kostet ca. 8.000 €. Die gleiche Überdachung auf einer Hangterrasse mit 1,5 m Höhenunterschied kostet ca. 10.000–11.500 €.
Was wir für Sonderanfertigungen brauchen
Für ein realistisches Angebot bei Sonderprojekten benötigen wir immer das Aufmaß vor Ort. Bitte schicken Sie uns vorab:
- Fotos der Terrasse aus mehreren Winkeln
- Grobe Maßangaben (Länge, Breite, geschätzte Höhenunterschiede)
- Infos zur Wandsituation (Fassadentyp, Wandmaterial)
Auf Basis dieser Informationen können wir abschätzen, ob ein einfaches Aufmaß reicht oder ob wir einen Vermesser hinzuziehen sollten.
Unsere Erfahrung mit Sonderprojekten
In über 20 Jahren KD-Partner-Erfahrung haben wir nahezu jede Konstruktionssituation gesehen. Hänge, Schrägen, Trapeze, Dachgauben-Anschlüsse, Gewächshaus-Kombinationen — die Liste der realisierten Sonderprojekte ist lang. Auf unserer Referenzseite finden Sie einige davon.
Mehr zu Produkten für Sonderfälle auf der Seite für Sonderlösungen.
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