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Photovoltaik auf der Terrassenüberdachung — lohnt es?

Zitberg Expertenteam 8 Min. Lesezeit
Photovoltaik Solar Kosten Terrassenüberdachung

Die Idee klingt verlockend: Die Fläche über der Terrasse oder dem Carport sowieso überdachen, und dabei gleich Solarstrom erzeugen. Zwei Fliegen mit einer Klappe. Aber lohnt sich das? Was kostet die Integration, was bringt sie, und was ist technisch zu beachten? Wir erklären es ehrlich.

Wie PV in Terrassenüberdachungen funktioniert

Photovoltaik-Module werden auf die Dachfläche der Terrassenüberdachung oder des Carports integriert — entweder als vollständiger Ersatz der Glaseindeckung oder als Ergänzung zu einem Glasdach.

Variante 1: Vollständige PV-Eindeckung Die Glasflächen werden durch PV-Module ersetzt. Die Module sind semitransparent möglich (reduzierter Lichtdurchlass, aber Licht dringt durch) oder opak. Das Dach liefert Strom, ist aber kein transparentes Glasdach mehr.

Variante 2: PV-Module neben Glasfeldern Ein Teil der Dachfläche ist Glas, ein Teil ist PV. Beliebt bei Carports mit großer Dachfläche, wo nicht der gesamte Raum darunter hell sein muss.

Variante 3: PV auf Aluminium-Profilen als Auflage Rahmengebundene Module werden auf die Tragprofile aufgelegt, ohne die Eindeckung vollständig zu ersetzen. Weniger elegant, aber nachrüstbar.

Ertrag: was ist realistisch?

Für Baden-Württemberg gilt als Faustformel:

  • Jahresertrag: ca. 900–1.100 kWh pro installiertem kWp (Kilowatt-Peak)
  • Eine 12-m²-Terrassenüberdachung (4×3 m) in Südausrichtung: ca. 1,5–2 kWp installierbar
  • Jahresertrag: ca. 1.350–2.200 kWh

Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Haushalt verbraucht ca. 3.000–4.000 kWh im Jahr. Eine überdachungsintegrierte PV-Anlage dieser Größe deckt also ca. 35–55 % des Jahresbedarfs — wenn die Ausrichtung stimmt.

Wichtig: Die Ausrichtung und Neigung sind entscheidend.

  • Optimum: Südausrichtung, 30–35° Neigung
  • West/Ost: ca. 80 % Ertrag gegenüber Süd
  • Nord: nicht sinnvoll für PV
  • Flachdach (< 10°): reduzierter Ertrag, erhöhte Verschmutzungsanfälligkeit

Wirtschaftlichkeitsrechnung: lohnt es sich?

Eine typische Rechnung für einen 4×3-m-Carport mit PV-Eindeckung (2 kWp):

PositionKosten
Aluminium-Carport-Grundkonstruktion5.500 €
PV-Module und Wechselrichter (2 kWp)3.500 – 5.000 €
Elektroanschluss und Einspeisung800 – 1.500 €
Gesamtkosten9.800 – 12.000 €

Zum Vergleich: Carport mit einfacher VSG-Glaseindeckung: ca. 5.500–7.000 €.

Amortisation der Mehrkosten (ca. 3.500–5.000 €):

  • Eigenverbrauch (Strompreis ~32 Ct/kWh): 1.800 kWh × 0,32 € = ~576 €/Jahr durch Eigenverbrauch
  • Einspeisevergütung (ca. 8 Ct/kWh): ca. 80 €/Jahr bei vollständiger Einspeisung
  • Realistische Jahresersparnis bei 60% Eigenverbrauchsquote: ~380 €/Jahr

Amortisation der Mehrkosten: ca. 9–13 Jahre — was bei einer 20-25-jährigen Lebensdauer der Module rentabel ist, aber kein schnelles Geschäft.

Was für PV in der Terrassenüberdachung spricht

  • Die Dachfläche ist vorhanden und wird sowieso genutzt — keine extra Investition in Montagesystem auf dem Hausdach
  • Erzeugung am Verbrauchsort: Strom wird direkt dort produziert, wo das Fahrzeug (Wallbox), die Terrassenbeleuchtung oder das Außengerät läuft
  • Optisch integriert: kein separates Solarmodul auf dem Hausdach
  • Förderfähig: Bundesförderung und KfW-Programme können angewendet werden

Was dagegen spricht

  • Deutliche Mehrkosten gegenüber einfachem Glasdach
  • Amortisation dauert lange — nicht für alle Haushaltssituationen sinnvoll
  • Technischer Mehraufwand: Wechselrichter, Anmeldung beim Netzbetreiber, ggf. Einspeisezähler
  • Weniger Licht darunter: PV-Module reduzieren die Transparenz deutlich
  • Wartung: Module müssen gelegentlich gereinigt werden (Ertragsverlust durch Verschmutzung)

Unser Fazit

PV in der Terrassenüberdachung lohnt sich wirtschaftlich dann, wenn:

  • Gute Südausrichtung vorhanden ist
  • Eigenverbrauchsquote hoch ist (E-Auto, Wärmepumpe, hoher Grundverbrauch)
  • Die Mehrkosten als langfristige Investition betrachtet werden

Als reines „Ich spare Geld”-Projekt rechnet es sich kurzfristig nicht. Als Teil einer nachhaltigen Hausversorgung mit E-Auto und Wärmepumpe ergibt es Sinn.

Für Beratung zur konkreten Situation sprechen Sie uns an — wir können die PV-Integration planen und koordinieren, der Elektroanschluss erfolgt durch unseren Elektrofachpartner.


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